| 2017 | Künstlerfreund Georg Fenkl

 

Mein Leben fand insgesamt in sehr vielen Orten innerhalb Deutschlands statt, so lebte ich auch 25 Jahre in Bayern. Durch den Beruf des ersten Mannes wohnten wir im sogenannten bayrischen Schwaben in einem kleinen Dorf zwischen Neu-Ulm und Günzburg. 

 

Hier begann auch meine Karriere als Künstlerin durch meine Ausbildung an der Ulmer Schule der Künstlergilde in Ulm. Anschließend stand ich vor der Frage, welche Stilrichtung für mich denn die richtige sei und ich entschloss mich, mir einen eigenen Stil aufzubauen. Um als Künstlerin bekannter zu werden, trat ich ab 1983 verschiedenen Kunstvereinen bei, so u. a. auch dem Kunstverein Senden/Iller. 

 

Der Vorstand des Kunstvereins Senden war auch schon damals Georg Fenkl. Er war geboren in Illertissen/Schwaben, studierte an der Werkkunstschule Augsburg, an der FH für Gestaltung in Darmstadt, an der PH Bayreuth, GH Bamberg und war dann tätig als Kunsterzieher in Neu-Ulm. 

 

Im BBK Bayern war er Mitglied, ebenso im Verband Bildender Künstler Baden-Württemberg, auch in verschiedenen Kunstvereinen. Als Dozent war er tätig an der Reichenhaller Akademie, der Akademie der Vulkaneifel, der Ulmer Schule und auch Referent an der Bayrischen Lehrerakademie in Dillingen.  

 

Für seine Kunst, die er ausübte, erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen von 1978 bis 2002,  so z. B. 1990 "Honourable mention" bei der 5th International Exhibition in Toronto sowie den 1. Preis für Malerei bei der 10the Internationalen Exhibiition in Toronto 1995. Sehr viele seiner Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland, so auch in der Staatsgemäldesammlung in München. 

 

Seine Einzel- und Gruppenausstellungen fanden in Deutschland, Frankreich, Japan, Canada, China, Slowenien, Österreich, USA, Belgien, Kalifornien und Italien statt. 

 

Wenn man seine Bilder betrachtet, so meint man, ein Bild im Stil des Surrealismus zu sehen,  doch er selber sah sich zwischen fantastischem Realismus, Pittura Metaphysica und magischem Realismus. Er war ein Fan der Renaissance, interessierte sich für Ausgrabungen und Archäologie, was in seine Bilder aufgrund einer ausgeklügelten Perspektive übertragen wurde. Mittels alter Lasurtechniken, die er gekonnt umsetzte, konnte jedes unbekannte Bild eindeutig als ein "Fenkl-Bild" interpretiert werden. 

Sein Werk ist dem Phantastischen Realismus zuzuordnen. Seine Arbeiten, künstlerisch akribisch durchgeformt, waren von einer gewissen Melancholie geprägt, von etwas Unwirklichem. Manchmal sprach auch etwas Bedrohliches aus den Bildern, das nicht zu fassen war und dennoch sich dem Betrachter einprägte. Mit leichter Hand zauberte er seine Welt, wie er sie sah, auf die Leinwand. Er war ein Meister der Perspektive, man fühlte sich als Betrachter mitten im Bild, das jedes für sich faszinierend und anziehend war....

 

Gern war er auch als Organisator und Funktionär tätig, leitete seit drei Jahrzehnten den Kunstverein Senden und war der Initiator der Sendener Graphik-Ausstellung, die stets sehr beliebt war und an der ich auch einmal teilnahm. Künstler aus ganz Schwaben bewarben sich darum, diese Ausstellung war immens beliebt und gefragt. 

 

Anfang April 2015 nun verstarb Georg Fenkl im Alter von 67 Jahren in Bad Reichenhall überraschend. Die Nachricht von seinem Tod habe ich im Frühjahr 2017 erst erfahren, was bei mir eine tiefe Bestürzung auslöste.  Für mich war er ein völlig bodenständiger, ruhiger und auch sehr humorvoller Mensch. Wir haben uns oft zu anstehenden Ausstellungen unterhalten, mehrmals schaute er sich auch in aller Ruhe meine Bilder an, die ich zur Jurierung gebracht hatte und sagte mir damals, dass sie ihm sehr gut gefallen würden. Viele meiner surrealistischen Bilder nahmen damals an den Ausstellungen des Sendener Kunstvereins teil. 


Diese beiden Bilder hier waren unter anderem zwei Beiträge zu einer Ausstellung des Sendener Kunstvereins, von dem das linke Georg Fenkl besonders gut gefiel.  

 


Ich bin bestürzt, dass er schon gehen musste, er wird vielen Menschen und auch mir fehlen! Seine Kunst ist und bleibt einzigartig und es wird niemanden mehr geben, der so malte wie er. 

 

 

Die unten abgebildeten Fotos stammen aus seinem Heft "Georg Fenkl", das er mir einmal schenkte und aus dem ich diese Bilder entnommen habe, um zu zeigen, wie genial sein phantastischer Surrealismus dargestellt worden ist. Er war ein genialer Künstler und ein liebenswerter Mensch. 




| 2012 | Textil Art Seide | textil art silk

 

Zu einer Einzel-Ausstellung wurde die Künstlerin Ulla M. Neuhaus im Jahr 2012 von der Galeristin Martina Unterharnscheidt, Besitzerin der textil.ART.galerie, eingeladen. Sie hatte zuvor im Internet ihre Bilder entdeckt und war begeistert. Nach mehreren Gesprächen und E-Mails wurde der Termin zur Ausstellung mit dem Titel "Seidenmalereien vom 13. Mai bis 28. Juni 2012" festgelegt.

 

Gesagt - getan, die Bilder wurden verpackt und abgeschickt, die Galeristin gestaltete ihre Bilder dann kunstvoll an ihren Wänden in der Galerie. Nachdem Ulla Neuhaus selbst gern der Vernissage beiwohnen wollte, reiste sie am 13. Mai 2012 nach Dinkelsbühl.

 

Es war eine sehr schöne Vernissage mit vielen Gästen, die sich interessiert mit der Künstlerin und der Galeristin unterhielten. Zur Deutung der Kunstwerke wurden Diskussionen mit der Künstlerin geführt, wie immer war eine Einsicht in die Hintergründe zu den Bildern der Künstlerin etwas ganz Besonderes, der Betrachter wird aufgefordert, sich selbst aus dem Titel des Bildes und aus dem Inhalt die Deutung auf sich selbst bezogen heraus zu finden.

 

Martina Unterharnscheidt stellte die Künstlerin Ulla M. Neuhaus und ihre Kunst in ihren Internetseiten mit folgenden Worten vor:

 

"Ulla Neuhaus malt mit kräftigen bunten Farben abstrakte bis sphärische Werke in der Aquarelltechnik auf Seide, die zuvor auf einer Leinwand aufgezogen wurde und so ein Kunstwerk entstehen lässt, das in seiner Farbigkeit und optimistischen Farbgestaltung das Auge des Betrachters auf sich zieht. Durch die sehr ungewöhnlich starken und kräftigen Farben, die bislang in der Aquarelltechnik in dieser Art nicht vorkamen, erreicht sie auf der Seide eine herrlich strahlende und brillierende Farbintensität.

 

Sie hat ihr Handwerk an der „Ulmer Schule“ studiert. Seit 1991 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig, hat die Künstlergruppe „ART 7 international“ in Ulm ins Leben gerufen und mit dem Verfassen von Gedichten und Kurzgeschichten ihre künstlerische Tätigkeit erweitert. Viele Ihrer Texte sind veröffentlicht worden, u. a. bei der Brentano-Gesellschaft Frankfurt/Main.

 

Ulla M. Neuhaus lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Husum und kommt zur Vernissage am Sonntag, den 13. Mai 2012 extra angereist."


| 2011 | Spende für Japan nach der Atomkatastrophe | donation für japan after nuclear disaster

              Künstleraktion in Ulm | artist action in Ulm

 

"Eine Erdbebenkatastrophe hat am 11. März 2011 weite Teile von Japan heimgesucht. Das Beben der Stärke 8,9 löste ereignete sich um 14.46 Uhr (Ortszeit). Das Epizentrum lag 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai im Meer. Es folgte ein Tsunami, der die Ostküste der Hauptinsel Honshu verwüstete. Jetzt droht eine Atomkatastrophe.

Bis zu 15 Meter hohe Flutwellen hatten japanische Städte und Dörfer verwüstet. 115 000 Gebäude entlang eines 400 Kilometer langen Küstenstreifens wurden vollständig zerstört. Mehr als 340 000 Menschen mussten in Folge der Katastrophe ihre Heimat verlassen. Allein gut 87 000 Menschen flohen vor der Gefahr einer Verstrahlung durch das vom Tsunami zerstörte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Weite Gebiete nahe der Atomruine sind noch immer so verstrahlt, dass eine Rückkehr der Menschen als höchst ungewiss gilt." (Auszüge aus Focus online)

 

"Mehr als tausend Menschen starben in der Stadt Minamisoma beim Erdbeben und dem Tsunami vor einem Jahr. Hobby-Historiker Katsuo Shinohara hat Erinnerungen in seiner Heimatstadt gesammelt." Übersetzt von Janelle Bowditch und Matthias Matting

 

"Ein Jahr nach verheerendem Tsunami: Japan gedenkt tausender Opfer und bittet: „Vergesst uns nicht!“ (Auszug aus Focus online)

"Mit einer Schweigeminute, aber auch mit Demonstrationen gedenkt Japan aller Opfer der Tsunami-Katastrophe vor einem Jahr. Kaiser Akihito und Regierungschef Noda sprachen ihr Beileid aus. Auch in Deutschland gab es Protest-Veranstaltungen.

 

Mit Trauer-Zeremonien und einer Schweigeminute haben die Japaner ihrer Opfer der Tsunami-Katastrophe von vor einem Jahr gedacht. Um 14.46 Uhr Ortszeit senkten die Menschen in den nordöstlichen Katastrophengebieten und anderen Orten ihre Köpfe. Bei einer Gedenk-Zeremonie im Nationaltheater von Tokio drückte Regierungschef Yoshihiko Noda den Opfern sein Beileid aus. „Ich verspreche, dass wir mit allen Kräften den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete vorantreiben“, sagte Noda. " (Auszug aus Focus online)

 

"Auch in Deutschland und anderen Ländern der Welt wird an diesem Tag an die größte Katastrophe in Japan seit dem Zweiten Weltkrieg erinnert. Atomkraftgegner und Umweltverbände wollen in vielen Teilen Deutschlands auf die Straße gehen.

 

Unter dem Motto „Fukushima mahnt – Atomanlagen jetzt abschalten“ sind Demonstrationen in mehreren Orten geplant. Im Braunschweiger Land rund um das marode Atommüll-Lager Asse wird eine 75 Kilometer lange Lichterkette organisiert. Die Veranstalter erwarteten bei den Aktionen mehr als 20 000 Teilnehmer " (Auszüge aus Focus online).

 

 

Die in Ulm lebende japanische Künstlerin Akiko Okamoto, Mitglied der Künstlergilde Ulm, initiierte zu diesem sehr ernsten Thema eine Benefiz-Aktion für die Opfer von Erdbeben und Tsunami in Japan. Künstler der Künstlergilde wurden dazu aufgerufen, Bilder spenden, die dann in einer spontanen Aktion an einem festgelegten Abend versteigert werden sollten.

 

Am 25.März 2011 ab 18.00 Uhr wurde im Künstlerhaus Ulm in den Räumlichkeiten des BBK, Bundesverbandes Bildender Künstler, die große Kunstverlosung mit japanischen Speisen und Getränken sowie zur Untermalung mit Musik gestartet. Ab 20.00 Uhr startete dann die Verlosung der von den Künstlern gespendeten Kunstwerke. Zusätzlich konnte jeder Besucher außerdem eine Spende in der Spenderbox abgeben.

 

Der Benefiz-Abend für Japan startete mit dem Titel "Was Künstler machen können"....Zu diesem Zeitpunkt gab es aktuelle Zahlen:

Anzahl der Toten: 11.004

Anzahl der Vermissten: 17.339

Anzahl der Menschen auf der Flucht: ca. 180.868

(Offizielle Bekanntgabe der Polizei)

 

114 Arbeiten von Künstlern vorwiegend aus der Ulmer Region wurden gespendet zugunsten der Benefiz-Aktion. Jedes Los dieser Veranstaltung kostete 50 Euro, jeder Teilnehmer bekam ein Kunstwerk. Zusätzliche Einnahmen aus Essen und Getränken sowie die gespendeten Kalligrafien der Künstlerin Akiko Okamoto gingen ebenfalls in die Spendenkasse.

 

Jerdes Los gewann, zudem erhielt jeder Besucher das Original-Kunstwerk eines Künstlers zu einem wirklich günstigen Preis. Der Andrang zu dieser Veranstaltung war so groß, dass die Räumlichkeiten fast aus allen Nähten platzte. Selbst die bekanntesten regionalen Künstler waren bei der Spende dabei: Christoph Nasfeter, Tassilo Mozer, Jörg Eberwein, Martha Bilger, Dieter Gassebner, Gabriele Nasfeter, Michael Danner, Bertram Bartl und Thomas Kahl. Die Ulmer Kunststiftung Pro Arte stiftete zudem zwei Werke des im Jahr davor verstorbenen Künstlers Frederick William Ayer.

 

114 Werke von 76 Künstlern standen zur Verlosung. Bereits 15 Minuten vor Beginn waren alle Lose verkauft. Wer später kam, hatte Pech, denn er konnte kein Los mehr erstehen, und das waren einige. Nach ca. einer Stunde war schon alles vorbei.

 

Der gute Zweck, der hinter dieser Aktion stand, war entscheidend, denn es konnten durch den Verkauf der 114 Lose 5700.- Euro eingenommen werden, hinzu kamen noch die Spenden und der Erlös aus Verkauf von Essen und Getränke.

 

 

Die Künstlerin Ulla M. Neuhaus spendete das unten abgebildete Aquarellbild mit dem Titel "Aufbruch der schützenden Hülle". Allein der Titel des Bildes erklärt, weshalb die Künstlerin dieses Kunstwerk zur Verfügung gestellt hat. Die Thematik des Bildes ist klar, denn man sieht eindeutig, dass diese Figuren auseinanderdriften und nur mühsam von einer Schnur zusammen gehalten werden. Hier hat die Künstlerin die Thematik der Benefiz-Veranstaltung klar erkannt, hat sie dann aber in luftigen und zarten, sehr farbenfrohen Aquarellfarben wiedergegeben, denn in der Natur geht auch nach solch einem schlimmen Unglück stets alles weiter.


| 2005 | Hamburg Präsentation | Hamburg presentation I NeCoRo

 

In den Räumen einer Villa in Hamburg wurde im Jahr 2005 von der Firma NeCoRo eine Informations-Veranstaltung ausgerichtet, in der es um die Vorstellungen und Konzepte dieser Firma ging, es gab Expertengespräche und Vorträge zu einzelnen Themen. Es waren sehr intensive Fachgespräche, in denen bei den einzelnen Vorträgen auch Video-Analysen durchgeführt wurden.

 

Als Abschluss dieser Veranstaltung hatte die Künstlerin Ulla M. Neuhaus hier eine Ausstellung ausgerichtet und gab mit einem Ausstellungsbericht Einsicht in ihre verschiedenen Motive ihrer Kunst mit unterschiedlichen Formen und Stilrichtungen. Nach Beendigung vom Ausstellungsbericht konnte dann die Ausstellung an sich eröffnet werden.

 

Speziell zum Thema Firma NeCoRo entstanden nach dieser Ausstellung mit einem besonderen Ausstellungsbericht einzelne Aquarelle, die in einer gezielten und detaillierten Darstellung das Grundprinzip der Firma darstellen sollten. Sie sind einzelnen hier unten dargestellt.

 

Überbegriff:

Der Überbegriff zu dieser Reihe von Aquarellbildern lautete "Netzwerk", der das Grundprinzip dieser Firma darstellen sollte.

 

Netzwerk 

Aquarell 1 - Titel "Verbindungsstellen"

 

Das Bild soll den Beginn einer Firma darstellen, die Farbzusammenstellung ergab sich durch die Abbildung der Farben in ihrem Logo. Um die Tätigkeit innerhalb der Firma repräsentieren zu können und Kontakte knüpfen zu können zu anderen Interessenten, mussten sogenannte Verbindungsstellen hergestellt werden. Oben links in Bild 1 sieht man die Logo-Farben der Firma, Rot und Grau. Von hier aus gehen graue Linien zu andersfarbigen Punkten, auch Querverbindungen, dargestellt durch dunkelblauquerverlaufende Linien. Die andersfarbigen Punkte stellen interessierte, noch nicht bekannte Firmen dar, deren Anzahl groß ist und bei denen man zu Beginn einer Firma erst einmal Verbindungen herstellen muss, um die Interessenten näher kennen zu lernen und den Kontakt zu intensivieren.

 

Aquarell 2 - Titel "Koppelungspunkte"

Bereits äußerlich hat sich auf diesem Bild die Firma schon verändert, sie hat sich inzwischen vergrößert, zu sehen in diesem Aquarellbild an der aus dem Bild herausgezogenen Farbe Grau, dargestellt in grauen Teilen. Auch die Anzahl der Interessenten hat inzwischen zugenommen, zu erkennen an den vielen andersfarbigen Punkten, die Firma ist inzwischen bekannter geworden. Die in Bild 1 dargestellten Verbindungsstellen zum Knüpfen von Kontakten haben sich jetzt verändert in Koppelungspunkte, da sich ehemalige Nur-Interessenten inzwischen entschieden haben, fest mit dieser Firma zusammen zu arbeiten. Nachdem dieser Firma durch die jetzt festen Koppelungspunkte inzwischen Erfolge verzeichnen konnten, wurden diese Linien jetzt in reinstem Muschelgold von 24,5 Karat dargestellt.

 

Aquarell 3 - Titel "Verflechtungen"

Aus den vorbestehenden Koppelungen sind nun feste Verbindungen entstanden, eine gute und vollständige Zusammenarbeit mit dieser Firma. Die teilweise dargestellten knotigen Zusammenschlüsse fremder Firmen, dargestellt in Bild 1 und Bild 2, haben sich etwas gelöst, sind nicht mehr so eng aneinander hängend dargestellt, sondern haben sich inzwischen als gute Partner heraus kristallisiert. So entstehen zwischen der Firma und den festen Partnern Verflechtungen, die wiederum zu weiteren neuen Partnern Verflechtungen entstehen lassen zu einer weiteren Vergrößerung der Firma. Zum Abschluss erhielt dieses Kunstwerk bei erfolgreich arbeitender Firma einen abschließenden Auftrag aus reinstem Muschelgold mit 24,5 Karat, gedacht als Vergoldung des Erfolges.

 

Abschließend sei noch erwähnt, dass die Farben der Firma - Rot und Grau - ausschließlich nur im Bezug auf diese Firma vorkommen, sonst sie auf diesen Bildern nicht vorhanden.

 

Rote Punkte sollen Wärme bedeuten, ein Zeichen für positive, also sehr interessierte Kunden, die Firmeninteresse signalisieren.

 

Die blauen Punkte sind als kalt zu deuten, also für Kunden mit wenig Interesse und die hier als Nebenläufer gelten.

 

Gelbe Punkte zeigen auf den Bildern der Künstlerin unentschlossene oder auch schlechte Kunden an, von denen man besser die Finger lassen sollte.

 

Auf zwei der drei Bilder treten zusätzlich Pfeile auf. Sie signalisieren Angriffe von außen, vor denen niemand geschützt ist, sie bedeuten "Vorsicht" und "Achtung, aufpassen".


| 2005 | Einzelausstellung Luxemburg | solo exhibition

 

 

Über die Kulturverwaltung der Stadt erhielt die Künstlerin Ulla Neuhaus 2004 eine Einladung, in der Galerie DaDa Cave im Théatre d' Esch in Esch-sur-Alzette im Jahr 2005 eine Ausstellung in Luxemburg durchzuführen.

 

In der Zeit vom 17.03.2005 - 05.04.2005 fand in der Galerie DaDa-Cave im Théatre d'Esch von Esch-sur-Alzette die Ausstellung in Luxemburg mit der Künstlerin Ulla Neuhaus statt. Die hierfür vorgesehenen Räume der Galerie waren großzügig, auch im Foyer des Theaters konnte sie ihre Kunstwerke präsentieren.

 

Es war eine sehr schöne Ausstellung in Luxemburg, alles war hervorragend und perfekt organisiert und dank dieser guten Organisation war es möglich, einige Tage dort zu verbringen, um sich Esch-sur-Alzette und auch Luxemburg anzusehen.

 

 

Esch-sur-Alzette (Auszug aus WIKIPEDIA)

"Esch an der Alzette, international Esch-sur-Alzette (frz.) oder Esch/Alzette, lux.: Esch-Uelzecht, ist eine Stadt im Kanton Esch im Süden Luxemburgs. Sie ist nach der Hauptstadt die zweitgrößte Stadt des Landes.

 

Über 50 % der Einwohner Eschs sind Nicht-Luxemburger, von denen über 90 % aus EU-Ländern stammen. Portugiesen allein machen rund ein Viertel der Bevölkerung aus. 15 % der Bevölkerung Eschs sind Senioren.

 

Im Rahmen der 100-Jahr-Feiern der Stadt Esch war die Stadt 2006 Ziel- und Startort von zwei Tour de France-Etappen. Im Haushaltsplan 2010 der Stadt Esch bilden Wohnen, Schulen und Ganztagsbetreuung, Stadtentwicklung und Infrastrukturen sowie der Ausbau des Wirtschafts- sowie Universitätsstandorts die Schwerpunkte für Investitionen. Das Projekt "Nonnewiesen" ist begonnen worden, um neuen Wohnraum zu schaffen."

 

 

Die Luxemburger Tageszeitung d' Wort vom 31.03.2005 schrieb:

"Die Krönung des Frühlings". Werke von Ulla Neuhaus im DaDa-Keller.

 

Salomonssiegel auf dem Gipfel ihrer Blüte, fast unkeusche Aronstäbe, sinnliche Orchideen, die eine liebliche tropische Treibhaus-Atmosphäre verbreiten, - kurz: eine echte Würdigung der floralen Fülle und Üppigkeit, die die Arbeiten von Ulla Neuhaus bieten, die zur Zeit im DaDa-Keller des Théatre d' Esch in Esch-sur-Alzette ausgestellt werden.

 

Gleich den eleganten Beeten der Botaniker sind die Werke der Künstlerin von einem Realismus, der manchmal etwas befremdlich wirkt. Tatsächlich erscheinen die Blumen wie Mischkreaturen, fast fleischfressend, fast erschreckend und aggressiv herausfordernd in ihrer Sinnlichkeit, die auf der Leinwand geboten wird.

 

Mit viel Phantasie spielt Ulla Neuhaus übrigens mit der Fremdartigkeit, die die Pflanzen freisetzen indem Moment, wo sie Menschenformen annehmen.

 

Aber was die Künstlerin vor allem würdigt in dieser floralen Welt, das ist der Farbenreichtum, die farbliche Harmonieund die Üppigkeit, die uns die Natur bietet mit ihrer schönsten Schöpfung, - den Blumen.

 

Es ist wahr, dass es etwas Animalisches, Wildes gibt in einer exotischen Blume wie Paradiesvögel z. B. und Ulla Neuhaus erfasst mit Leichtigkeit und mit der Zartheit des Aquarells alle Einzelheiten dieser opulenten Pflanzenwelt.

 

Jedoch, man sollte nicht die Tatsache verschweigen, dass das Blumenmalen manchmal abgeschmackt wirkt, wenn es nicht den unvergleichlichen Künstlern wie den Malern des 17. Jahrhunderts in Flandern und Holland vorbehalten bleibt. Ganz im Gegenteil bei Ulla Neuhaus, die Phantasie und der surrealistische Schwung, den sie charakterisiert, machen aus ihrem Werk etwas Eigenartiges, Lebhaftes, Einschneidendes.

 

 

Eine gewisse morbide Spannung, ein erotischer Symbolismus versteht sich (verbirgt sich) hier und da in manchen Werken und das Schaffen der Künstlerin ist wie ein heidnischer Kult, ein grandioses Fest ("bacchanale"), das der Natur und seinen Verwandlungen gewidmet ist".



| 2004 | Künstlerkollege Christian Hinrich (Claußen)

 

Durch meine Tätigkeit als Arztsekretärin in der Asklepios Nordseeklinik in Westerland auf Sylt hatte ich 2004 die Möglichkeit, dort auszustellen. Die Flure innerhalb der einzelnen Stationen waren sehr weitläufig und so konnte ich eine große Anzahl meiner Bilder dort präsentieren. 

 

Der Titel der Ausstellung hieß "Blickpunkte" und wurde am 20.02.2004 mit einer Vernissage in der Empfangshalle der Klinik eröffnet. Für sechs Monate konnten nun meine Kunstwerke von Patienten, deren Angehörigen, den Angestellten und Ärzten der Klinik bewundert werden.

 

Während dieser Ausstellung nun befand sich in der Klinik wegen seiner Erkrankung auch der Kampener Maler Christian Hinrich (Claußen). Nachdem meine Bilder dort präsent waren, ging er mehrmals dorthin, um sich die Kunstwerke anzusehen. Eines Tages erhielt ich einen Anruf von ihm, in dem er mich fragte, ob ich ihn einmal hier in der Klinik in seinem Zimmer besuchen würde. Es war mir eine große Freude, ihn besuchen zu dürfen und so ging ich hin. Er bat mich, Platz zu nehmen, fragte mich, ob ich wüsste, wer er sei und er möchte sich gern mit mir unterhalten, weil er sich meine Ausstellung mehrmals angesehen hat. 

 

Es wurde ein sehr anregendes Gespräch, er meinte zu mir, ich solle aufpassen bei der Malerei wegen des Terpentins, daher sei er doch so schwer erkrankt. Er wirkte unzufrieden mit seiner Erkrankung, schimpfte auch noch über andere Dinge, - dann kamen direkt meine Bilder zur Sprache. Er habe sich alles genau angesehen, - er habe Beachtliches gesehen, von einer Malerin, die ihr Herz in ihre eigene Kunst einbringen würde. Die Bilder seien technisch sehr gut, er habe, bis auf Kleinigkeiten an den damals auch ausgestellten Heilpflanzen-Bildern, nichts auszusetzen und bat mich, doch ruhig noch einmal vorbeizukommen. Bei unserem zweiten Gespräch war er dann wesentlich lockerer, es war ein langes Gespräch über alle möglichen Themen, es waren auch welche dabei, die ihn immer noch ärgerten, - er musste sich Luft machen. Dann sprach er von seinem von ihm 1975 gegründeten Verein Kampener Kunstfreunde, er erzählte, warum er diese Gruppe gegründet hatte und was er sich mit diesem Verein vorgestellt hatte. Wenn ich mich recht erinnere, wollte er eigentlich nur Künstler aufnehmen, die durch ihre Kunst nachweisen konnten, dass sie sehr gute Künstler sind und es wäre ein sehr etablierter Kunstverein geworden. 1986 dann gab es ein Verwürfnis (den genauen Hintergrund kenne ich nicht), aus ihm entstand dann der Verein Sylter Kunstfreunde in Westerland.  Christian Hinrich gefiel diese Richtung überhaupt nicht, was er mir klar und deutlich sagte. Zum Schluss unseres Gespräches meinte er dann: hätte er noch seinen Verein Kampener Kunstfreunde und könnte noch bestimmen, wer dem Verein beitritt, dann wäre ich mit meiner Kunst absolut dabei gewesen, es hätte ihn sehr gefreut, wenn es so gekommen wäre, - ich wäre eine große Bereicherung mit meiner Kunst für den Verein gewesen! Welch ein Lob von einem so sehr großen Künstler!!

 

Am Donnerstag, den 07.04.2011 nun starb Christian Hinrich nach seiner schweren Erkrankung und es ging mir sehr nahe, als ich das hörte. Seine Kunst war bzw. ist einfach herrlich, sieht man seine Bilder, weiß man sofort: das ist ein echter Hinrich! Die Farben, die er benutzte und die Bewegung, die er in die Bilder brachte, waren umwerfend schön. Seine Bilder handelten vom Strand und von der Nordsee, aber in einer Art gemalt, die ins Abstrakte ging, - ich mochte seine Bilder sehr und konnte, wenn ich es wollte, in der Klinik einen Rundgang machen, denn einige Bilder von ihm waren dort dauerhaft aufgehängt. 

 

Der Spruch von Caspar David Friedrich: ein Bild muss nicht erfunden, sondern empfunden sein, gehörte zu seinem Motto, ebenso auch: Leben ist Licht finden, trotz aller Finsternis. Elke Harms, die den Vorsitz der Sylter Kunstfreunde zu Beginn übernahm und mit ihm eine jahrzehntelange Freundschaft hatte, meinte einmal:  Christian Hinrich, der sich zuletzt für die Umbenennung des Kampener Kurparks in Avenarius-Park eingesetzt hatte, war eine entschlossene Persönlichkeit, "ein Mensch mit Ecken und Kanten". Zugleich war er sehr sozial eingestellt, hatte viel Herz und war stets hilfsbereit. Ihn kennen zu dürfen, war eine Bereicherung."

 

Und genau diesen letzten Satz möchte ich hier für mich noch betonen: ihn kennen zu dürfen und ihn kennengelernt zu haben, war eine Bereicherung, wofür ich sehr dankbar bin. 

 

Blickpunkte, Aquarell
Blickpunkte, Aquarell
Neugier, Aquarell
Neugier, Aquarell


| 2004 | Kunstpreis | Art prize

 

"Kunst und Kunstschaffen ist nicht in Grenzen zu halten. Schon immer suchten Künstler jeder Couleur einen Dialog, der über ihre Ländergrenzen hinaus reichte. Zur Anregung und Weiterbildung, angetrieben von dem Wunsch, immer mehr Perfektion zu erreichen und Neues zu erfahren.

 

Der Syrlin-Kunstverein e. V. Stuttgart International besteht bereits seit über 20 Jahren und sieht seine Funktion gerade heute, im Umfeld enormer Medienübersättigung, in der Tradition des Bemühens, Gleichgesinnte zusammenzuführen. Egal ob aktiv oder passiv an Kunst interessiert. Der Syrlin-Kunstverein bemüht sich intensiv um internationalen Künstleraustausch und Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichsten Ebenen und versucht damit eine eigene, grenzüberschreitende Brücke zu schlagen. Sie soll parallel zum kommerziellen Kunstmarkt jedwede Talente Kunstschaffender zusammenführen, sie fördern und coachen und kann somit auch für eine evtl. mögliche Etablierung die Voraussetzungen schaffen. Dazu ist unter anderem auch der Kunstpreis als Alternative gedacht.

 

 

"Syrlin, künstlerische Tradition, die bis ins Spätmittelalter zurückreicht. Syrlin, virtuose Handwerkskunst, auch bei der Gestaltung mit verschiedensten Materialien. Syrlin, geistige Aufgeschlossenheit gegenüber Gegenwart und Zukunft. Syrlin, zwei großartige Bildhauer- und Kunstschreiner- Generationen, die nicht zuletzt im Terminus des 15.Jahrhunderts auch als ausgesprochene Freigeister bezeichnet wurden und so den Ruhm der "Ulmer Bildnerschule" begründeten."

(Auszug aus den Internetseiten des Syrlin Kunstvereins).

 

 

2004 wurde durch den Syrlin Kunstverein e. V. International in Stuttgart der 6. Internationale Syrlin Kunstpreis ausgeschrieben. An dieser Ausstellung nahm das Kunstwerk "Baum des Lebens", das zuvor durch eine Jury ausgesucht wurde, der Künstlerin Ulla Neuhaus teil. Zu dieser Ausschreibung zum Kunstpreis wurden zwei Werke der Künstlerin eingereicht, von denen das eben genannte Kunstwerk durch die Jury angenommen wurde und einen Kunstpreis erhielt.

 

In einer öffentlichen Veranstaltung im Herbst des Jahres 2004 wurde dieses Bild durch den damaligen Kulturreferenten der Stadt Stuttgart mit einem Kunstpreis ausgezeichnet. In den Räumen des Rathauses in Stuttgart wurden sämtliche Kunstwerke der Preisträger ausgestellt, hierbei auch das Bild "Baum des Lebens", das Kunstpreis-Bild.

| Wer war Jörg Syrlin? | Who was Jörg Syrlin? |

 

"Jörg Syrlin der Ältere (* um 1425 in Ulm; † 1491 ebenda) war ein deutscher Schreiner und Bildhauer. Er wird zur Ulmer Schule gerechnet. Sein Sohn Jörg Syrlin der Jüngere führte die Werkstatt weiter.

 

Die Bildhauer-Persönlichkeit von Syrlin weckte im 17./18. Jahrhundert großes Interesse weiter Bevölkerungsschichten und er wurde zum Prototypen eines Bildhauers in der Spätgotik verklärt. Die historische Forschung um Dehio relativierte dies und interpretierte Syrlin als schreinernden Architekten. Erst spätere Forschungsarbeiten unterzogen die Werke einer eingehenden ikonographischen Analyse, die die Identität der Büsten Syrlins nicht mehr in Frage stellten. Die Bildwerke Syrlins am Ulmer Chorgestühl teilen sich in vier Ebenen, in Dichter und Denker des Altertums, Sibyllen, Gestalten des Neuen und Alten Testaments und in der Baldachinzone in Christus und Gottesmutter Maria. Die von ihm geschnitzten Persönlichkeiten zeigen psychologisch eindrucksvolle Charakterköpfe.

 

Seine bekanntesten Werke sind der sogenannte Dreisitz (1468 bis 1469) und das Chorgestühl des Ulmer Münsters (1469–75), mit ursprünglich 91 und heute (2008) mit 89 Sitzen. Der Preis für das Chorgestühl betrug 1188 Gulden. Zwei Bildwerke sind nicht mehr erhalten, der sogenannte Kaiserstuhl für den Besuch desselben im Jahre 1473 und eine Predella mit Figuren für eine Altartafel, die mit 400 Gulden bezahlt wurde. Sein Schrein des Hochaltars (1473–1480) im Ulmer Münster wurde im Bildersturm 1531 zerstört. Erst später beschäftigte er sich mit der Steinbildhauerei. Davon zeugt der steinerne „Fischkasten-Brunnen“ (1482) auf dem Rathausplatz in Ulm.

 

Jörg Syrlin ist der Sohn des Zimmermanns Heinz (1412–1447), der aus Söflingen bei Ulm stammte und nach Ulm umzog. Weitere Familienmitglieder der Familie, die zwei Zweige hatte, den von Jörg und den von Lienhardt. Die Familie hat sich vermutlich nach Basel, Altenstadt und Geislingen verzweigt.

 

 

Jörg Syrlin der Ältere arbeitete zunächst als Schreiner und schuf bereits 1458 das erste Kunstwerk, den hölzernen Betstuhl. Er war verheiratet, und das wird dadurch belegt, dass er nach seinem Tode 1491 wie seine Frau 1498 dem Ulmer Münster einen Rock hinterließ. Vermutet wird, dass das namenlose Brustbild am Chorgestühl Syrlin und das gegenüberliegende der Sybille von Erythräa die individuellen Gesichtszüge seiner Frau darstellt". (Auszug aus WIKIPEDIA).



| 2004 | Spende UNICEF Kunstprojekt 30 Jahre Sylt | Donation UNICEF art project 30 years of Sylt

 

Sylter Künstler malen für UNICEF - eine Aktion der Sylter Kunstfreunde e. V.  Versteigerung der Bilder durch Pastor Traugott Gießen.

 

30 Jahre UNICEF auf Sylt

"1974 wurde die UNICEF Arbeitsgruppe Sylt des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen gegründet. 30 Jahre Hilfe für Kinder, deren Zukunft und Leben bedroht sind. 30 Jahre, in denen viel erreicht wurde. 30 Jahre, die aber auch zeigen, dass unser Einsatz weitergehen muss."

 

Im Jahr 2004 fand dieses Kunstprojekt auf der Insel Sylt statt. Bei der Deutschen Bank in Westerland wurden die gespendeten 56 Kunstwerke von 51 Künstlern am 10.09.2004 den ersten Interessenten in einer Ausstellung präsentiert.

 

Ab 19.30 Uhr wurde die Veranstaltung in der Sylt-Quelle in Rantum fortgesetzt, hier fand die Versteigerung der Werke unter Pastor Traugott Gießen statt.  

 

Es war insgesamt eine erfolgreiche Versteigerung, in der UNICEF Sylt für die Hilfe von Kindern die ersteigerte Geldsumme dankend entgegen nahm.

 

Mein unten abgebildetes Kunstwerk wurde von der Deutschen Bank Westerland ersteigert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geborgenheit

Aquarell auf Bütten

2003



| 1991 | Gründung Kunstverein ART 7 International Ulm |  Foundation Art Association ART 7 International Ulm |

 

Aufgrund einer vielschichtigen Künstlerstruktur und oftmals Desinteresse vieler Künstler gegenüber Vereinen gründete die Künstlerin Ulla M. Neuhaus im Jahr 1991 eine internationale Künstlergruppe, in der sich Künstler unterschiedlicher Nationalitäten, hauptsächlich aus europäischem Gebiet stammend, unterschiedlicher künstlerischer Tätigkeitsfelder wie Malerei, Skulpturen und Bildhauerei, allesamt aber aufgeschlossen gegenüber vielfältigen Diskussionen, zusammen schlossen. Einer der Künstler stammte aus Bosnien, eine Künstlerin aus Spanien, ein Künstler aus Marokko, einer aus Italien, sechs der Künstler stammten aus Deutschland, zudem noch ein Künstler aus Rumänien und einer aus Indien. Nach ersten Treffen erhielt diese Künstlergruppe den Namen ART 7 International.

 

Es kamen sowohl künstlerische, als auch politische und allgemeine Fragen zur Diskussion. Interessant an dieser Künstlergruppe war, dass sie so viele unterschiedliche Nationalitäten beinhaltete, trotzdem aber ein Thema bei allen vorrangig herrschte, - die KUNST. Zusammen wurden nun Ausstellungen diskutiert, arrangiert und durchgeführt.

 

Eine dieser zusammen geplanten und durchgeführten Ausstellungen fand in Ulm im Fort Unterer Eselsberg statt. Die Räumlichkeiten eigneten sich hervorragend dazu, die Wände waren sehr groß, so dass große Kunstwerke gut gehängt werden konnten. Zu jedem einzelnen Bild gab es darüber an der Wand eine sehr gute Beleuchtung, so dass alle Bilder, trotz der dicken Fort-Wände und kleinen Fenster dort, gut angeschaut werden konnten. Eine sehr gute und auch gut besuchte Ausstellung!

 

Durch den Wegzug der Gründungs-Künstlerin von Süd- nach Norddeutschland übernahm der Künstler Michael Döhmann anschließend die Gruppe, die sich dann aber leider nicht mehr halten konnte und sich auflöste. Im Nachhinein ist das heute sehr schade, hatten hier doch alle Künstler versucht, trotz teils widriger Umstände in ihrem Gastland Deutschland, sich gegenseitig zu helfen, um ihre KUNST weiter zu bringen.

 

Heute lebt z. B. Dumitru Damian-Veliche, Künstlername DiViDe, der ursprünglich aus Rumänien stammt und die Künstlerin in der Zeit, als sie später im Ruhrgebiet wohnte, einmal besuchte und ihr ein Portrait malte, mit seiner Kunst in Australien. Rein durch Zufall stieß die Künstlerin bei Facebook auf ihren alten Künstlerfreund aus der von ihr gegründeten Gruppe ART 7 International.

 

Aus all diesen Treffen und Sitzungen ergaben sich dann Ausstellungen unterschiedlicher Art, von der ich hier nur eine ganz besondere hervorheben möchte und zwar die Ausstellung im Kunstraum am Hallhof vom 09.06.1995 bis zum 23.06.1995. 

 

Michael Döhman, der diese Gruppe nach Wegzug der Künstlerin übernahm, meinte hierzu: 

"Vor 1 1/2 Jahren wurde ART 7 gegründet. Aufgrund einer Zeitungsannonce fanden sich schnell 7 Künstler zusammen - inzwischen besteht die Gruppe aus 12 Künstlern und so ist die Internationalität und die Vielfältigkeit noch mehr angewachsen. Die Künstler kommen aus Italien, Marokko, Spanien, Rumänien, Bosnien, Indien und Deutschland. Und so vielfältig wie die Herkunft präsentiert sich auch die Kunst. Da ist nichts geglättet oder einander angepasst. Man spürt das andere. Andere Lebensweisen, andere Entwicklungen, andere Auffassungen von Kunst. Aber das scheinbar Widersprüchliche fordert auf zu Auseinandersetzung, zum Überschreiten der Grenzen. Es findet eine gegenseitige Beeinflussung statt - in kleinen Schritten, die nicht zu Verschmelzung führt, die aber stets nach vorne gerichtet ist. Jede Ausstellung ist ein neues Abenteuer, weil der Mensch im Mittelpunkt von ART 7 steht. Und über diesen Gedanken findet die zunächst irritierende Vielfältigkeit, das scheinbar nicht zusammen gehörende ihre Einheit. 

 

ART 7 besteht zum größten Teil aus Malern, aber auch Objektkünstler, Bildhauer und Schriftsteller befinden sich in der Gruppe. Gerade die verschiedensten Techniken machten einen weiteren Reiz der bisherigen Ausstellungen aus."

                                                                                                                  Michael Döhmann, Mitglied ART 7 International

       Fort Unterer Eselsberg Ulm



| 1990 | Erste größere Ausstellung  | First major exhibition

Günzburger Zeitung, 14.11.1990

"Eine künstlerische Grenzüberschreitung"

"Eine Ausstellung mit 50 Objekten des Günzburger Plastikers Dieter Kungl und der Nersinger Malerin Ulla Neuhaus-Merz ist noch bis zum 23. November im Rathaus in Nersingen zu sehen.  

 

Bei der Vernissage im Foyer des Nersinger Rathauses bezeichnete Bürgermeister Wölfel die Ausstellung "Natur, Kunst und Modernes in Bild und Stein" als wichtigen Kulturbeitrag in Nersingen. Das Zusammensein von zwei Kunstschaffenden an einem Ort ist noch immer nicht alltäglich. Das Aufeinandertreffen verschiedener Kunstereignisse vermittelt den Künstlern und den Betrachtern das Gefühl einer positiven Grenzüberschreitung. 

 

Die Werke von Ulla Neuhaus-Merz und Dieter Kungl bilden eine Symbiose aus Farbe und Form. Die Großplastik "Von Drinnen nach Draußen" ist wie für das Foyer des Nersinger Rathauses geschaffen. Bilder und Specksteinplastiken wirken wie eine dem Traum entsprungene Verbindung zwischen Phantasie und Natur. Weiche, kräftige Linien beherrschen die Arbeiten. Die Bilder wirken mit menschlichen Farben und sinnlich wahrnehmbaren Themen. "Natur, Kunst und Modernes in Bild und Stein" ist eine Ausstellung, für die es sich lohnt, die Günzburger / Neu-Ulmer Grenze zu überschreiten. "

Text / Bild: Deger


Neu-Ulmer-Zeitung vom 13.11.1990

"Zwischen Flora und Stein"

Ausstellung im Foyer des Nersinger Rathauses

"Eine Gemeinschaftsausstellung  - sozusagen landkreisüberschreitend - ist derzeit im Foyer des Nersinger Rathauses zu besichtigen. Die 42-jährige gebürtige Dortmunderin und in Nersingen-Leibi beheimatete Ulla Neuhaus-Merz stellt Aquarelle, Ölbilder und Bleistiftzeichnungen aus. Der aus dem Raum Günzburg kommende Bildhauer Dieter Kungl ist mit etlichen kleinformatigen Steinarbeiten und einer raumfüllenden Kunststoffplastik vertreten.

 

Ulla Neuhaus-Merz hat es die europäische Flora mit Hauptaugenmerk auf Heilpflanzen angetan. Ob Bärlauch, Blauer Eisenhut, Weißer Stechapfel oder Schlafmohn: Ulla Neuhaus-Nerz wird nicht müde, auch Heimisches von nebenan im kleinformatigen, objektzentrierten Aquarell umzusetzen. Dazu kommen Ölbilder im futuristischen Touch (Walpurgisnacht) nebst mittels Bleistift konturierte "Augenlandschaften", die den Blickfang fast verdinglicht einholen. 

 

Haiku und Gebirge

In weiteren Aquarellen fängt Neuhaus-Merz symbolischen Charakter ein, wenn sie sich genreübergreifend von japanischen Haiku-Poems inspirieren lässt, die sich ja der fixierenden Beschreibung eines flüchtigen Augenblicks verschreiben. 

Dieter Kungl beeindruckt demgegenüber mit abstrakten, weichfließend abgerundeten Steinobjekten, die im geschliffen-polierten Kleinformat spezifische Maserungen transparent machen. Und im Treppenaufgang dominiert natürlich Kungls hochgereckte Pop-Art-Skulptur, ein farbig-getünchtes Plastikobjekt mit felsgebirgigen Dimensionen. "

 

Im Nersinger Rathaus-Foyer zu den üblichen Amtsstunden zu besichtigen. 

 

(rom) Bilder: Rose Böttcher



 

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